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28. – 30.8. 2026 Thread to Triumph – Narrating Female Embodiment and Indigenous Culture; Taiwo Aiyedogbon & Onesa Oruoghor (1-98 Art Studio Lagos/Nigeria)

28.08.2026 - 30.08.2026

DCA TransActions presents:

Thread to Triumph – Narrating Female Embodiment and Indigenous Culture
Taiwo Aiyedogbon & Onesa Oruoghor (1-98 Art Studio Lagos/Nigeria)

28. – 30. August 2026

28.8. 19 Uhr Opening & Performance
29.8. 15 Uhr Performance (Im Rahmen vom HECHT#TAG 2026)

Öffnungszeiten
28.8. ab 19 Uhr
29.8. 11 – 21 Uhr
30.8. 14 – 18 Uhr

dresdencontemporaryart (DCA) präsentiert als Weiterführung seines Programmfokus Westafrika im C.Rockefeller Center for the Contemporary Arts das Ausstellungs- und Performanceprojekt Thread to Triumph, Narrating Female Embodiment and Indigenous Culture der nigerianischen Künstlerinnen Taiwo Aiyedogbon und Onesa Oruoghor.

Die kollaborative Ausstellung verbindet Textilinstallation, Video, Sound und performative Formate zu einem vielschichtigen Erfahrungsraum. Ausgangspunkt sind zwei historische und kulturelle Bezugspunkte aus Nigeria: Taiwo Aiyedogbons Auseinandersetzung mit der Figur der Arugba Osun innerhalb der Yoruba-Kosmologie sowie Onesa Oruoghors Reflexion über die Aba Women’s Riot als bedeutendes Ereignis weiblicher Widerstandsgeschichte innerhalb igbo-geprägter antikolonialer Bewegungen. In der Gegenüberstellung dieser Narrative untersucht das Projekt die verkörperten Rollen indigener Frauen als Trägerinnen von Erinnerung, Fürsorge, Arbeit, Ritual, Widerstand und kulturellem Wissen.

Der Titel Thread to Triumph verweist auf den Faden als Sinnbild für Verbindung, Überlieferung und Transformation. Fäden verbinden Körper, Geschichten, Generationen und Gemeinschaften; sie stehen für textile Praktiken ebenso wie für soziale Bindungen, mündliche Erinnerung und kulturelle Kontinuität. Ausgehend von diesem Bild fragt die Ausstellung, wie weibliche Identität innerhalb kultureller Systeme von patriarchalen und kolonialen Strukturen geprägt wurde. Zugleich macht sie jene Widerstandskraft, Handlungsmacht und Wissensformen sichtbar, die Frauen über Generationen hinweg weitergegeben, geschützt und erneuert haben. Der Weg vom „Thread“ zum „Triumph“ beschreibt dabei keine lineare Erfolgsgeschichte, sondern einen Prozess kollektiver Behauptung, Fürsorge und Selbstermächtigung.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist eine interaktive Performance im öffentlichen Raum während des HECHT#TAG. Inmitten des lebendigen Stadtteilprogramms des Hechtviertels wird eine partizipative Prozession entstehen, die Besucher*innen einlädt, durch Klang, Bewegung, Stoffe, rituelle Objekte und gemeinsame Gesten Teil der Arbeit zu werden. So wird der öffentliche Raum als Ort von Erinnerung, Begegnung und gemeinschaftlicher Aushandlung erfahrbar.

Das Projekt ist zugleich ein künstlerischer Austausch zwischen selbstorganisierten Strukturen: Aiyedogbon und Oruoghor sind Teil des 1-98 Art Studio in Lagos, eines von Künstler*innen getragenen Projekt- und Residenzraums. Mit dem ebenfalls künstlerisch selbstorganisierten Projektraum C.Rockefeller und DCA entsteht ein Dialog zwischen Dresden und Westafrika, der den Auftakt für eine vertiefte Zusammenarbeit bildet. Eine Gastausstellung des C.Rockefeller im 1-98 Art Studio in Lagos ist für November geplant.

Gerade angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, Ausgrenzungen und internationaler Krisen setzt Thread to Triumph ein Zeichen für zivilgesellschaftlichen Austausch, kulturelle Verbundenheit und solidarische künstlerische Praxis.

Ein Projekt von dresdencontemporaryart / Friends of DresdenContemporaryArt e.V.

In Kooperation mit Netzwerk Medien Kunst, C.Rockefeller Center for the Contemporary Arts, 1-98 Art Studio, Goethe-Institut Nigeria, Curly Culture Dresden.

Mit freundlicher Unterstützung von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen