06.11.2026 - 07.11.2026
Drei außergewöhnliche Projekte laden zu faszinierenden Grenzgängen an der Schnittstelle von digitaler Kunst und Live-Performance ein. Das koreanische Duo UBAC Studio präsentiert mit dem Projekt „Voooooo—Peeeeee—“ die Geschichte einer intimen, datenbasierten Erkundung eines alternden Körpers. Das AV-Konzert „Dreamachine“ von Estelle Schorpp und Charline Dally aus Montreal lässt Archivbilder asiatischer Eisenbahnen, Field-Recordings und algorithmische Prozesse zu einer fließenden, audiovisuellen Landschaft verschmelzen, die das flüchtige Gefühl des Dahingleitens einfängt. Den Abschluss bildet das Konzertprojekt „Atem und Elektrizität“ von Ya-Nung Huang und Heribert Dorsch. Sie setzen ihre musikalische Begegnung in HELLERAU fort, bei der traditionelle Klänge der taiwanesischen Suona und analoge modulare Synthesizer-Sounds im freien Dialog zueinander finden.
Programm
20:00 Uhr Ubac Studio Präsentation „Voooooo—Peeeeee— ”
20:15 Uhr Estelle Schorpp & Charline Dally „Dreamachine“
20:45 Uhr Pause
21:00 Uhr Ya-Nung Huang & Heribert Dorsch „Atem & Elektrizität”
Ya-Nung Huang & Heribert Dorsch „Atem & Elektrizität”
Die taiwanesische Musikerin und interdisziplinäre Künstlerin Ya-Nung Huang und der deutsche Komponist und Elektronikmusiker Heribert Dorsch begegneten sich erstmals auf Einladung des Netzwerk Medien Kunst // DresdenContemporaryArt e.V. bei der Kochi-Muziris Biennale in Indien. Aus dieser spontanen musikalischen Begegnung entstand ein Dialog, den sie nun in HELLERAU fortsetzen.
Ya-Nung Huang spielt Suona und verschiedene traditionelle Doppelrohrblattinstrumente. In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht sie deren Geschichte, Klang und kulturelle Wanderungen entlang der Seidenstraße und überführt traditionelle musikalische Ausdrucksformen in einen zeitgenössischen Kontext. Heribert Dorsch arbeitet mit analogen modularen Synthesizern und bringt seine Erfahrungen aus Freejazz, zeitgenössischer Musik und elektronischer Klangkunst ein. Im Konzert treffen der unmittelbare, körperliche Klang der Suona und ihrer verwandten Instrumente auf die wandelbaren Klangwelten analoger Elektronik. Ohne festgelegte musikalische Formen entsteht die Musik aus dem Augenblick: als freier Dialog zwischen Atem und Elektrizität, Tradition und Experiment, Taiwan und Europa – und aus einer Begegnung, die in Indien ihren Anfang nahm.
Biografien
Huang Ya-Nung ist eine taiwanesische interdisziplinäre Künstlerin und Musikerin, deren Fachgebiet die bildende Kunst, Klang, Objekte und körperliche Performance umfasst. Sie spielt die Suona und verschiedene traditionelle Rohrblattinstrumente und ist dafür bekannt, formale Grenzen zu überwinden, indem sie theatralische Improvisation mit experimentellem Klang verbindet. Ihre Arbeit verwandelt traditionelle Musik in eine zeitgenössische Ausdrucksform.
Heribert Dorsch ist das elektronische Alter Ego des Dresdner Komponisten, Saxophonisten und Medienkünstlers Hartmut Dorschner. Seine musikalischen Wurzeln liegen in der freien Improvisation, im experimentellen Jazz und in der zeitgenössischen Musik. Als Heribert Dorsch überträgt er diese Erfahrungen in die Welt der elektronischen Klangerzeugung und arbeitet vorwiegend mit analogen modularen Synthesizern. Dorsch realisierte Konzerte, Performances und Installationen im In- und Ausland.
Das Programm des Hybrid-Showcase mit Huang Ya-Nung und Heribert Dorsch wird in Kooperation mit dem Netzwerk Medien Kunst und dem C.Rockefeller Center Dresden ermöglicht. Huang Ya-Nung und Heribert Dorsch werden in der Veranstaltungsreihe des Netzwerk Medien Kunst ihr Konzertformat auch beim 25.Liquid Sound Festival in Bad Schandau am 7.11.26 präsentieren.