Ausstellung Residencies

Yenting Hsu (TW): “Farewell, Blacksmith Street” // 4. Jan-22.jan 26 Forplay Society Kochi Biennale

04.01.2026 - 22.01.2026

Im Sommer 2025 war die taiwanesische Soundkünstlerin Yenting Hsu zu Gast im Residenz-Austauschprogramm des C.Rockefeller Center/Goethe Institute Taipei/Treasure Hill Artist Village Taipeh. Dabei erarbeitete Sie eine Komposition für das Unterwasser-Soundsystem der Toskana-Therme Bad Schandau. Wir haben Yenting Hsu zu unserem Projekt FORPLAY SOCIETY bei der 6.Kochi Muziris Biennale eingeladen, um ihr Audio-Video Projekt „Farewell, Blacksmith Street“ zu präsentieren. Die Ausstellung wird unterstützt von der National Culture & Arts Foundation Taiwan, dem C.Rockefeller Center und dem Netzwerk Medien Kunst.

Zur Eröffnung präsentieren wir eine Live performance von Navya Rudrappa (Sitar) und Yenting Hsu (electronics).

„Farewell, Blacksmith Street“ ist eine Audio-Video-Installation aus dem Blacksmith Project von Yenting Hsu.

Das 2019 ins Leben gerufene Blacksmith Project konzentriert sich auf Taipehs einst blühende Schmiedestraße – die Xingcheng Street. Diese Straße war aufgrund der Nachfrage nach Teilen aus der Schiffsabwrackungsindustrie einst ein Sammelpunkt für metallverarbeitende Betriebe. Mit dem industriellen Wandel und der allmählichen Expansion der Stadt standen diese Metallverarbeitungsbetriebe jedoch vor dem Aussterben. In den letzten Jahren ist der Umfang der Blacksmith Street geschrumpft, und unter dem Einfluss der Stadtentwicklung hat das Viertel sein früheres Aussehen verloren.
Yenting wurde in der Blacksmith Street geboren und verbrachte ihre Kindheit zwischen Eisenwarengeschäften und kleinen Eisenverarbeitungsfabriken. Obwohl sie im Alter von sieben Jahren mit ihrer Familie umzog, blieben die intensiven Blitze beim Schneiden von Metall und der Geruch von Schmieröl in der Erinnerung der Künstlerin haften, sodass es ihr unmöglich war, diesen Ort hinter sich zu lassen. Als sie als Erwachsene in die Blacksmith Street zurückkehrte, wollte die Künstlerin nicht nur ihre Kindheitserinnerungen erforschen, sondern auch die Erzählungen, die sich in der Stadtlandschaft widerspiegeln, und die Lebenserfahrungen der Bürger inmitten der großen Erzählungen internationaler Situationen und Regierungspolitik.
„Farewell, Blacksmith Street“ verwebt die Stimme der Künstlerin mit Archivdaten, Bildern, Interviews und Nachrichtenmaterialien, die sie im Laufe der Jahre gesammelt hat. Durch die Neuzusammenstellung dieser Fragmente konstruiert das Werk eine neue narrative Ebene und bietet einen fantasievollen Zugang zur Geschichte, Erinnerung und Transformation der Blacksmith Street.